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Jordanien in 7 Tagen: die kompakte Rundreise

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Eine Woche reicht in Jordanien für die großen Höhepunkte: Amman, die Römerstadt Jerash, die Mosaikstadt Madaba, ein Bad im Toten Meer, zwei Tage Petra und eine Nacht im Wadi Rum, oft mit Abstecher ans Rote Meer in Aqaba. Diese kompakte Route verbindet Nord und Süd, ohne dass die Reise zur Dauerfahrt wird – ideal für den ersten Jordanien-Besuch.

Jordanien ist ein kleines Land mit kurzen Distanzen: Von der Hauptstadt bis ans Rote Meer sind es keine vier Fahrstunden. Genau das macht eine Sieben-Tage-Rundreise so attraktiv – man erlebt Wüste, Weltkulturerbe, Küste und Badeziel in einem einzigen Trip. Diese Route ist als Selbstfahrer-Rundreise gedacht, lässt sich aber ebenso mit Fahrer oder als geführte Gruppenreise umsetzen. Sie führt einmal von Norden nach Süden und endet entweder in Aqaba (mit Rückflug oder Rücktransfer) oder als Schleife zurück nach Amman.

Kurvige Bergstraße durch die rote Felslandschaft Südjordaniens
Unterwegs auf der Rundreise durch Südjordanien

Wie sieht die ideale 7-Tage-Route aus?

Bewährt hat sich ein Verlauf von Nord nach Süd, weil er den Norden gleich zu Beginn mit frischer Energie abhakt und die Reise mit den absoluten Höhepunkten Petra und Wadi Rum zum Höhepunkt steigert:

  • Tag 1 – Ankunft in Amman: Transfer vom Flughafen, erstes Kennenlernen der Hauptstadt, Zitadelle und römisches Theater, Abendessen in der Innenstadt (Downtown).
  • Tag 2 – Jerash & Norden: Tagesausflug zur besterhaltenen Römerstadt des Nahen Ostens, nachmittags zurück nach Amman oder weiter Richtung Totes Meer.
  • Tag 3 – Madaba, Berg Nebo & Totes Meer: Mosaikkarte in Madaba, Aussicht vom Berg Nebo, nachmittags schwerelos treiben im Toten Meer.
  • Tag 4 – Königsstraße nach Petra: landschaftlich reizvolle Fahrt über Kerak und die Dana-Region nach Wadi Musa, dem Tor zu Petra.
  • Tag 5 – Petra: ein voller Tag in der Felsenstadt, vom Siq über das Schatzhaus bis zum Kloster.
  • Tag 6 – Wadi Rum: Jeep-Tour durch die Wüste, Nacht im Beduinencamp unter dem Sternenhimmel.
  • Tag 7 – Aqaba & Abreise: Vormittag am Roten Meer (Schnorcheln oder Strand), dann Rückflug ab Aqaba oder Rücktransfer nach Amman.

Wer in Amman ankommt und dort auch wieder abfliegt, verschiebt Aqaba auf einen kurzen Vormittagsstopp und rechnet am letzten Tag rund vier Stunden Rückfahrt über den Desert Highway ein.

Lohnt sich der Norden mit Jerash in nur einer Woche?

Ja – Jerash ist nach Petra die eindrucksvollste antike Stätte des Landes und mit gut 45 Fahrminuten von Amman schnell erreichbar. Die Säulenstraße, der ovale Forumsplatz und die beiden Theater vermitteln ein lebendiges Bild einer römischen Provinzmetropole. Wer sportlich plant, kombiniert Jerash mit dem Kreuzfahrerkastell Ajloun. In einer Sieben-Tage-Reise bleibt der Norden bewusst ein Tagesausflug, damit genug Zeit für den Süden bleibt. Reisende mit ausgeprägtem Interesse an Antike sollten über zehn Tage nachdenken – die ausführliche Variante beschreibt unsere 10-Tage-Rundreise.

Wie viel Zeit sollte man für Petra einplanen?

Mindestens einen vollen Tag, besser eineinhalb. Petra ist kein Museumsrundgang, sondern eine weitläufige antike Stadt mit Gehstrecken von leicht zwölf Kilometern und einigen Höhenmetern. In dieser Route ist Tag 5 komplett für Petra reserviert: früh durch den Siq zum Schatzhaus, dann zum Kloster Ad Deir hinauf, nachmittags die Königsgräber im warmen Licht. Wer am Vorabend anreist, kann optional „Petra by Night“ erleben. Für zwei Petra-Tage streicht man den Aqaba-Abstecher oder hängt einen achten Tag an.

Ist eine Nacht im Wadi Rum wirklich nötig?

Unbedingt. Das Wadi Rum entfaltet seine Magie erst in den Randstunden: wenn die Sonne die Felstürme rot färbt und nach Einbruch der Dunkelheit tausende Sterne über dem Camp stehen. Eine reine Durchfahrt am Tag wird der Wüste nicht gerecht. Eingeplant ist deshalb eine Nacht im Beduinencamp mit Jeep-Tour am Nachmittag und Sonnenaufgang am Morgen. Die Camps reichen von einfachen Zelten bis zu komfortablen „Blasen“ mit Panoramafenster – früh buchen, denn die guten Adressen sind in der Hauptsaison schnell belegt.

Wie kommt man von Ort zu Ort?

Am flexibelsten sind Sie mit dem Mietwagen: Die Überlandstraßen sind gut ausgebaut und auch lateinisch beschildert, die Strecken kurz. Alternativ verbindet der komfortable JETT-Bus Amman, Petra und Aqaba, für Wadi Rum und den Norden ergänzt man organisierte Touren. Wer sich nicht ums Fahren kümmern will, bucht die Route mit privatem Fahrer – in Jordanien ein bezahlbarer und beliebter Komfort. Praktische Details zu Strecken, Sprit und Verkehr finden Sie in unserem Bereich Reiseplanung sowie in den Hinweisen zu Flügen.

Was kostet eine Woche Jordanien?

Jordanien ist kein Billigreiseland – vor allem Petra-Eintritt und Unterkünfte schlagen zu Buche. Grob sollten Sie pro Person für eine Woche mit 900 bis 1.500 Euro Landkosten rechnen (ohne Flug), abhängig von Unterkunftskategorie und Mietwagen. Der wichtigste Spartipp ist der Jordan Pass: Er bündelt die Visumgebühr und den Eintritt zu Petra, Jerash, Wadi Rum und über 40 weiteren Stätten und rechnet sich ab drei Nächten fast immer. Eine detaillierte Aufschlüsselung liefert unser Ratgeber Kosten & Budget, die Pass-Varianten rechnet der Visum- & Jordan-Pass-Ratgeber durch.

Wann ist die beste Zeit für diese Rundreise?

Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind ideal: angenehme Temperaturen im ganzen Land, klare Luft und noch warmes Wasser am Roten Meer. Der Hochsommer ist im Süden und am Toten Meer sehr heiß – dann startet man Petra bei Sonnenaufgang. Im Winter kann es im Bergland um Petra empfindlich kühl werden und selten regnen; nach Starkregen wird der Siq wegen Sturzflutgefahr zeitweise gesperrt. Mehr dazu im Überblick zur besten Reisezeit.

Insider-Tipp Legen Sie die Nacht im Wadi Rum bewusst vor den Petra-Tag statt danach. So starten Sie ausgeruht vom Camp in Richtung Norden, erreichen Petra am frühen Nachmittag für ein erstes, ruhiges Kennenlernen der Königsgräber im Abendlicht und haben den nächsten Vormittag komplett für Siq und Kloster – bevor die Tagesbusse eintreffen.

Für wen eignet sich die 7-Tage-Route – und für wen nicht?

Die Woche ist perfekt für Erstbesucher, die die Ikonen des Landes in überschaubarer Zeit sehen möchten, und für alle mit begrenztem Urlaubskontingent. Sie ist bewusst dicht, aber nicht hektisch, weil die Fahrten kurz bleiben. Wer zusätzlich ausgiebig wandern (etwa auf dem Jordan Trail oder im Dana-Reservat), tauchen oder mehrere Tage in Petra verbringen möchte, sollte auf zehn oder mehr Tage aufstocken. Familien mit kleinen Kindern kürzen den Norden und verlängern die entspannten Abschnitte am Toten und Roten Meer.

Worauf sollte man vor der Buchung achten?

Reservieren Sie Unterkünfte in Petra und die Wüstencamps früh, besonders in der Hauptsaison. Buchen Sie den Jordan Pass online vorab, sonst zahlen Sie Visum und Eintritte einzeln. Und behalten Sie die regionale Sicherheitslage im Blick: Für Jordanien besteht eine differenzierte Reisehinweislage des Auswärtigen Amts, die sich vor allem auf die Grenzregionen bezieht. Prüfen Sie vor der Buchung den aktuellen Stand und wählen Sie flexible Storno- und Umbuchungstarife – unsere Seite Sicherheit & aktuelle Lage ordnet das ehrlich ein und verweist auf die offiziellen Quellen.

Kann man die Route auch umgekehrt fahren?

Ja. Geht der Rückflug ab Amman, dreht man die Route sinnvoll um: erst mit dem schnellen Desert Highway in den Süden nach Wadi Rum und Petra, dann über die Königsstraße zurück Richtung Totes Meer und Norden, mit Amman zum Abschluss. Der Vorteil: Man startet ausgeruht mit den absoluten Höhepunkten und lässt die Reise ruhiger im grünen Norden ausklingen. Der Nachteil: Der lange Transfer in den Süden steht gleich am Anfang. Welche Richtung besser passt, entscheidet vor allem der Flughafen der Rückreise.

Häufige Fragen zur 7-Tage-Rundreise

Reichen 7 Tage für Jordanien wirklich aus?

Für die großen Höhepunkte ja: Amman, Jerash, Totes Meer, Petra und Wadi Rum lassen sich in einer Woche gut verbinden, weil die Distanzen kurz sind. Wer zusätzlich wandern, tauchen oder zwei Tage in Petra verbringen möchte, plant besser zehn Tage.

Soll ich in Amman oder in Aqaba abfliegen?

Ein „Open-Jaw“ mit Ankunft in Amman und Rückflug ab Aqaba spart am letzten Tag die vierstündige Rückfahrt und ist ideal für die Nord-Süd-Route. Ist nur Amman als Flughafen möglich, verkürzt man Aqaba zum Vormittagsstopp und fährt über den Desert Highway zurück.

Kann man die Route auch ohne Mietwagen fahren?

Ja. Der JETT-Bus verbindet Amman, Petra und Aqaba komfortabel; für Wadi Rum und den Norden bucht man Touren hinzu. Wer maximale Flexibilität möchte, nimmt einen privaten Fahrer – in Jordanien bezahlbar und weit verbreitet.

Wie fit muss man für diese Rundreise sein?

Grundlegende Trittsicherheit hilft, vor allem in Petra mit seinen langen Gehstrecken und Stufen. Die übrigen Programmpunkte sind auch für weniger Sportliche machbar; anstrengende Wanderungen lassen sich weglassen oder durch Pferd, Esel und Elektromobil in Petra ersetzen.

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