Reise planen
Home › Jordanien in 10 Tagen: die klassische Rundreise
Jordanien Rundreisen

Jordanien in 10 Tagen: die klassische Rundreise

Jordanien-Hotels & Reisen finden Angebote zum Bestpreis vergleichen · in Kooperation mit reise.de

Zehn Tage sind der bequeme Klassiker für Jordanien: genug Zeit für den antiken Norden um Jerash und Ajloun, das Tote Meer, die Königsstraße mit Kerak und Dana, zwei volle Tage Petra, eine ausgiebige Wüstenzeit im Wadi Rum und Erholung am Roten Meer in Aqaba – ohne Hetze und mit Luft für Wanderungen.

Wer die berühmte Sieben-Tage-Route kennt, weiß: Sie ist großartig, aber dicht. Mit zehn Tagen wird aus dem Höhepunkte-Abhaken eine echte Reise. Sie gewinnen einen zweiten Petra-Tag, eine Wanderung im Dana-Biosphärenreservat, mehr Zeit in Amman und die Möglichkeit, das Wadi Rum nicht nur zu durchfahren, sondern zu erleben. Diese Route ist als entspannte Nord-Süd-Rundreise für Selbstfahrer konzipiert und funktioniert ebenso mit privatem Fahrer oder als Gruppenreise.

Blick über ein weites Tal im jordanischen Bergland bei Sonnenuntergang
Panorama über das jordanische Bergland

Wie ist die 10-Tage-Route aufgebaut?

Der rote Faden bleibt Nord nach Süd, mit zwei ruhigen Standorttagen als Puffer:

  • Tag 1 – Amman: Ankunft, Zitadelle, römisches Theater, Abendessen in der Rainbow Street.
  • Tag 2 – Jerash & Ajloun: Römerstadt und Kreuzfahrerburg im grünen Norden.
  • Tag 3 – Madaba, Berg Nebo & Totes Meer: Mosaikkunst, biblische Aussicht, Baden im salzigsten See der Erde.
  • Tag 4 – Totes Meer: Erholungstag mit Spa und Wellness, optional Wanderung im Wadi Mujib.
  • Tag 5 – Königsstraße nach Dana: Fahrt über Kerak, Übernachtung im Bergdorf Dana.
  • Tag 6 – Dana-Biosphärenreservat: Wanderung durch das Reservat, weiter nach Petra.
  • Tag 7 & 8 – Petra: zwei volle Tage für Schatzhaus, Kloster, Al-Khubtha-Blick und die stillen Nebenrouten.
  • Tag 9 – Wadi Rum: Jeep-Tour, Sonnenuntergang, Nacht im Beduinencamp.
  • Tag 10 – Aqaba & Abreise: Rotes Meer, Schnorcheln, Rückflug ab Aqaba oder Transfer nach Amman.

Die Route lässt sich spiegeln (Süd nach Nord), wenn der Rückflug ab Amman geht. Dann startet man mit Wüste und Petra und lässt die Reise im grünen Norden ausklingen.

Was gewinnt man gegenüber der 7-Tage-Reise?

Vor allem Tiefe statt Tempo. Der zweite Petra-Tag öffnet die anspruchsvollen Höhenwege und lässt Raum, die Felsenstadt wirklich zu begreifen. Der Dana-Stopp bringt eine der schönsten Naturlandschaften des Landes ins Programm. Und der Erholungstag am Toten Meer verhindert, dass die Reise zur Rennstrecke wird. Auch der Norden bekommt mit Ajloun mehr als nur einen Pflichttermin. Wer noch mehr Antike und Natur möchte, findet Anschlussideen in unserem Bereich Highlights & Sehenswürdigkeiten.

Warum lohnt sich die Königsstraße statt des Desert Highway?

Zwischen Madaba und Petra gibt es zwei Wege: den schnellen Desert Highway und die kurvenreiche, historische Königsstraße. Diese Route nimmt bewusst die Königsstraße (King’s Highway), weil sie die eigentliche Landschaftsreise ist – vorbei am gewaltigen Wadi Mujib, an der Kreuzfahrerburg Kerak und durch das Dana-Reservat. Man braucht länger, sieht dafür das Herz Jordaniens. Wer wenig Zeit hat, fährt eine Richtung über die Königsstraße und die andere über den Highway.

Wie viel Zeit sollte man am Toten Meer einplanen?

In der Zehn-Tage-Variante sind es zwei Nächte – genug, um einen Nachmittag schwerelos zu treiben, sich mit dem berühmten Mineralschlamm einzureiben und einen Spa-Tag zu genießen. Der zweite Tag eignet sich für einen Ausflug ins nahe Wadi Mujib, wo der Siq Trail durch eine wasserführende Schlucht führt. Details zum tiefstgelegenen Punkt der Erde finden Sie auf unserer Seite zum Toten Meer; die Schluchtenwanderung beschreibt Wadi Mujib.

Kann man Wandertage sinnvoll einbauen?

Ja, und genau das ist der Reiz der zehn Tage. Der Dana-Tag lässt sich als Halbtageswanderung oder als anspruchsvolle Etappe hinunter ins Wadi gestalten. In Petra ersetzt man am zweiten Tag den Standardrundgang durch Höhenrouten wie den Al-Khubtha Trail. Und im Wadi Rum kann man die Jeep-Tour um eine kurze Kletterei auf eine Felsbrücke ergänzen. Wer den Wandergedanken zum Reisethema machen will, kombiniert Etappen des Jordan Trail, der Dana mit Petra verbindet.

Was kostet eine 10-Tage-Rundreise?

Rechnen Sie pro Person mit rund 1.300 bis 2.200 Euro Landkosten ohne Flug, je nach Unterkunftsniveau, Mietwagenklasse und ob Sie mit Fahrer reisen. Größter Einzelposten neben den Unterkünften ist der Petra-Eintritt, den der Jordan Pass abdeckt. Bei zehn Nächten rechnet sich der Pass praktisch immer. Eine transparente Aufstellung der Tagesbudgets gibt unser Ratgeber Kosten & Budget, die Pass-Frage klärt der Jordan-Pass-Ratgeber.

Insider-Tipp Übernachten Sie in Dana im alten Dorf mit Blick ins Reservat und starten Sie die Wanderung bei Sonnenaufgang, bevor die Hitze in die Schlucht steigt. Die Vögel sind dann aktiv, das Licht ist weich, und Sie haben den Weg fast für sich – ein Kontrastprogramm zur Betriebsamkeit von Petra am Folgetag.

Ist die Route auch für Familien geeignet?

Sehr gut sogar. Die kurzen Fahrten, das Baden im Toten und Roten Meer, die Jeep-Fahrt und die Nacht im Wüstencamp sind für Kinder große Abenteuer. In Petra hilft ein früher Start, und für müde Beine gibt es Reittiere und Elektromobile. Planen Sie an heißen Tagen die Aktivitäten in den Morgen und halten Sie mittags eine Pause. Die zwei Standorttage am Toten Meer und in Petra geben Familien den nötigen Puffer. Mehr Alltagstipps unter Wissenswertes.

Was ist bei der Sicherheitslage zu beachten?

Jordanien gilt innerhalb der Region als vergleichsweise stabil, doch das Auswärtige Amt weist auf Risiken vor allem in den Grenzgebieten zu Syrien und dem Irak hin; die klassische Reiseroute im Landesinneren und Süden ist davon nicht betroffen. Verfolgen Sie vor und während der Reise die aktuellen Hinweise, meiden Sie die genannten Grenzregionen und schließen Sie eine Reiseversicherung mit flexiblen Stornobedingungen ab. Eine ehrliche, aktuelle Einordnung mit Verweis auf die offiziellen Quellen finden Sie unter Sicherheit & aktuelle Lage.

Welche Unterkünfte empfehlen sich unterwegs?

Die zehn Tage leben von abwechslungsreichen Übernachtungen, die selbst zum Erlebnis werden. In Amman bieten sich Boutique-Hotels rund um die Rainbow Street an, am Toten Meer die Resort-Hotels mit eigenem Strandzugang und Spa. In Dana übernachtet man stimmungsvoll im alten Bergdorf oder in der Feynan Ecolodge, in Wadi Musa (Petra) reicht die Spanne vom Hostel bis zum Fünf-Sterne-Haus mit Blick aufs Tal. Der Höhepunkt für viele ist die Nacht im Wüstencamp im Wadi Rum – von einfachen Zelten bis zu „Bubble“-Unterkünften mit Sternenblick durchs Panoramafenster. Buchen Sie die Camps und die guten Petra-Hotels früh; eine Übersicht gibt unser Bereich Hotels.

Wie lässt sich die Reise mit Nachbarländern kombinieren?

Weil Jordanien kompakt ist, hängen viele Reisende einen Nachbarland-Teil an. Beliebt sind die Kombination mit einer Nilkreuzfahrt oder den Pyramiden in Ägypten sowie Zwei-Länder-Reisen über eine Landgrenze. Solche Kombinationen erfordern zusätzliche Planung bei Visa, Grenzübertritten und Transfers und lohnen sich meist erst ab rund zwei Wochen Gesamtreisezeit. Wichtig: Angesichts der regionalen Lage sollten Sie den Status der Grenzübergänge und die offiziellen Hinweise vor der Buchung genau prüfen – unsere Seite Sicherheit & aktuelle Lage ordnet das ehrlich ein. Für den reinen Jordanien-Teil bleibt die oben beschriebene Zehn-Tage-Route die solide Grundlage.

Wie viel Fahrzeit muss man pro Tag einplanen?

Der große Vorteil der zehn Tage ist, dass die täglichen Fahrten kurz bleiben. Die längste zusammenhängende Etappe ist die Königsstraße von der Tote-Meer-Region über Kerak nach Dana mit rund drei bis vier Stunden reiner Fahrzeit – bewusst als Landschaftstag mit Stopps geplant. Die übrigen Verbindungen liegen meist unter zwei Stunden: Amman–Totes Meer knapp eine Stunde, Dana–Petra rund anderthalb, Petra–Wadi Rum etwa eineinhalb, Wadi Rum–Aqaba unter einer Stunde. So verbringt man nie den halben Tag im Auto und hat abends Zeit vor Ort. Wer mit privatem Fahrer reist, kann die Fahrzeit zum Entspannen oder für Zwischenstopps nutzen; Details zu Strecken und Verkehr stehen im Bereich Reiseplanung.

Häufige Fragen zur 10-Tage-Rundreise

Sind 10 Tage nicht zu viel für das kleine Jordanien?

Nein – gerade weil die Distanzen kurz sind, nutzt man die Zeit für Tiefe statt für Fahrten: zwei Petra-Tage, eine echte Dana-Wanderung, Erholung am Toten Meer und eine ausgiebige Wüstennacht. Zehn Tage gelten als der komfortable Klassiker.

Königsstraße oder Desert Highway?

Für das Erlebnis die Königsstraße mit Kerak und Dana; für Tempo der Desert Highway. Ideal ist, eine Richtung landschaftlich über die Königsstraße und die andere schnell über den Highway zu fahren.

Wie viele Nächte plant man wo?

Bewährt sind 2 Nächte Amman-Region, 2 Totes Meer, 1 Dana, 2 Petra (Wadi Musa), 1 Wadi Rum und 1 Aqaba. Diese Aufteilung hält die Fahrten kurz und gibt jedem Höhepunkt genug Raum.

Braucht man für die Wanderungen einen Guide?

Für markierte Wege in Dana und den Standardrundgang in Petra nicht zwingend; für abgelegene Routen, das Wadi Mujib und Touren abseits der Pisten im Wadi Rum ist ein lokaler Guide vorgeschrieben oder dringend empfohlen.

Beste Reisezeit planen →