Ohne Mietwagen reisen Sie in Jordanien mit JETT-Fernbussen zwischen Amman, Petra und Aqaba, mit Taxis und Fahrdienst-Apps in den Städten und mit gebuchten Privatfahrern zu abgelegenen Zielen. Minibusse sind billig, fahren aber ohne festen Fahrplan. Für Wadi Rum und Totes Meer lohnt ein vorab vereinbarter Transfer.
Jordanien ist ein Land der Entfernungen. Zwischen den Hauptzielen liegen Wüstenstraßen, und Orte wie Wadi Rum, Dana oder das Wadi Mujib sind schlecht mit dem Linienbus erreichbar. Trotzdem reisen viele Gäste ohne Mietwagen, weil sie sich den Linksverkehr der Hauptstadt oder die Strecken in der Dunkelheit sparen möchten. Das geht, verlangt aber etwas Planung.

Die Seite erklärt, welche Verkehrsmittel es gibt, wofür sie sich eignen und worauf Sie achten sollten. Preise ändern sich und sind in der Übersicht zu den Kosten zusammengefasst. Wer lieber selbst fährt, findet Hinweise auf der Seite zum Mietwagen.
Welche Verkehrsmittel gibt es in Jordanien?
Für den Fernverkehr zwischen den Städten gibt es drei Möglichkeiten: den Fernbus des Anbieters JETT, Minibusse, die als Sammelbusse fahren, und Taxis oder Privatfahrer. In den Städten kommen Taxis mit Taxameter und Fahrdienst-Apps dazu. Eine Personenbahn für den Alltagsverkehr gibt es nicht, und Inlandsflüge spielen für Reisende kaum eine Rolle.
Jede Variante hat Vor- und Nachteile. Der Fernbus ist bequem und planbar, fährt aber nur auf Hauptstrecken. Minibusse sind billig, aber unberechenbar. Taxis sind flexibel und teurer. Wer die Wahl hat, kombiniert: Bus für die großen Strecken, Taxi für die letzte Meile.
Wie funktioniert der JETT-Fernbus?
JETT ist der bekannteste Busbetreiber des Landes. Seine Busse verbinden Amman mit Petra, Aqaba und weiteren Zielen, darunter Orte wie Madaba, Jerash oder das Tote Meer. Die Fahrzeuge sind klimatisiert, die Sitzplätze nummeriert, und das Gepäck wird verstaut. Tickets können Sie vorab online oder am Schalter kaufen. Auf der Website des Anbieters finden Sie Fahrpläne und Abfahrtsorte: jett.com.jo.
Die Verbindungen sind begrenzt. Nach Petra fährt häufig nur ein Bus pro Tag, der morgens in Amman abfährt und am Nachmittag zurückfährt. Das bedeutet, dass Sie in Petra übernachten sollten und nicht nur einen kurzen Tagesausflug machen können. Prüfen Sie Fahrpläne vor der Reise, vor allem an Feiertagen und im Ramadan, wenn sie sich ändern können.
Planen Sie Zeit für den Weg zur Haltestelle ein. Der Abfahrtsort liegt je nach Linie an unterschiedlichen Stellen in Amman; lassen Sie ihn vorab bestätigen. Kommen Sie früh, damit Sie Gepäck und Ticket in Ruhe klären können.
Was ist mit Minibussen und Sammeltaxis?
Minibusse sind das günstigste Verkehrsmittel. Sie fahren von den Busbahnhöfen ab, sobald sie voll sind, nicht nach Fahrplan. Das kann bedeuten, dass Sie eine Stunde oder länger warten. Zielort und Preis erfahren Sie beim Fahrer. Ausländische Gäste zahlen meist einen Festpreis, aber es lohnt sich, vorher nachzufragen. Die Busbahnhöfe liegen am Stadtrand, etwa im Süden von Amman für Fahrten nach Süden.
Für Reisende mit Gepäck und wenig Zeit sind Minibusse nur bedingt geeignet. Sie sind aber eine gute Wahl für Einzelreisende mit Geduld und Interesse am Alltag. Ankunftszeiten sind unsicher, und die Rückfahrt von abgelegenen Orten ist oft nur am Vormittag möglich. Fragen Sie vor der Abfahrt nach der letzten Rückfahrt.
Wie fahre ich in den Städten Taxi?
In Amman fahren gelbe Taxis mit Taxameter. Bestehen Sie darauf, dass es eingeschaltet wird. Nachts schalten manche Fahrer es nicht ein; dann vereinbaren Sie den Preis vorab. Weiße Taxis fahren ohne Taxameter und sind meist Sammel- oder Mietwagen; hier wird der Preis ausgehandelt. Fahren Sie nur mit Fahrern, die offiziell zugelassen wirken.
Für Frauen gilt: Sie können Taxis nutzen und setzen sich auf die Rückbank. Hinweise für allein reisende Frauen finden Sie auf der Seite Frauen allein in Jordanien. In kleineren Städten wie Aqaba oder Madaba gibt es weniger Taxis, dort lohnt es, die Rückfahrt gleich zu vereinbaren.
Wie komme ich vom Flughafen Amman in die Stadt?
Der Queen Alia International Airport liegt rund 35 Kilometer südlich der Hauptstadt. Am einfachsten ist ein Taxi oder ein Fahrdienst, den Sie über die App bestellen oder am Schalter in der Ankunftshalle buchen. Der Preis wird am Schalter oder per Taxameter festgelegt; bestehen Sie darauf, dass er vorab klar ist. Viele Hotels bieten Abholung an, was nach einem langen Flug oft die entspannteste Lösung ist.
Nach der Landung benötigen Sie meist ein Visum oder den Jordan Pass, was Zeit kostet. Planen Sie daher keinen zu knappen Anschluss ein. Weitere Hinweise zu Anreise, Flughäfen und Einreise stehen auf der Seite zu Anreise und Flüge.
Wie nutze ich Fahrdienst-Apps?
In Amman sind die Apps Careem und Uber verfügbar. Sie zeigen den Preis vorab an, nutzen GPS und schalten den Fahrer ein; das vermeidet Missverständnisse über Ziel und Preis. In den Apps lässt sich häufig bar zahlen. Installieren Sie die Apps vor der Reise und prüfen Sie, ob Ihre Telefonnummer funktioniert. Eine lokale SIM-Karte oder eSIM erleichtert das; mehr dazu auf der Seite Internet und SIM-Karte.
Außerhalb von Amman ist das Angebot dünner. Prüfen Sie die Verfügbarkeit in der App, bevor Sie sich darauf verlassen. Für längere Strecken sind Apps nicht gedacht.
Wann lohnt sich ein Privatfahrer?
Ein Privatfahrer mit eigenem Fahrzeug ist die bequemste Lösung für Strecken wie Amman–Petra–Wadi Rum oder für Tagesausflüge zu Zielen ohne Busverbindung. Das gilt etwa für das Tote Meer, die Wüstenschlösser, Dana oder das Wadi Mujib. Der Fahrer wartet, erklärt unterwegs und kennt die Strecken. Viele Hotels vermitteln Fahrer, auch Reiseagenturen bieten sie an.
Vereinbaren Sie vorher klar den Preis, die Strecke, die Wartezeiten und die Zahlungsart. Ein schriftliches Angebot oder eine Nachricht per Messenger genügt. Bei mehreren Personen ist der Fahrer oft günstiger als mehrere Bustickets. Details zu typischen Kosten stehen auf der Seite zu den Kosten.
Gute Fahrer erkennen Sie daran, dass sie Fragen beantworten, Pausen vorschlagen und Ihre Wünsche respektieren, statt Sie zu Läden oder Restaurants zu drängen, an denen sie Provision verdienen. Sagen Sie freundlich, aber deutlich, wenn Sie einen Stopp nicht möchten. Ein Trinkgeld ist üblich, wenn die Fahrt angenehm war; Hinweise dazu finden Sie in der Übersicht zu den Kosten.
- Preis, Strecke und Wartezeit vorher festlegen.
- Auf ein gepflegtes Fahrzeug mit Klimaanlage achten.
- Nach Gurten und Kindersitz fragen.
- Zahlung erst nach der Fahrt oder gemäß Absprache.
Wie komme ich zu abgelegenen Zielen wie Wadi Rum oder Totes Meer?
Zum Wadi Rum fahren JETT-Busse zum Dorf Rum, sonst helfen Camps oder Fahrer, die Sie abholen. Viele Camps bieten Transfers an, die Sie vorab buchen sollten. Zum Toten Meer fahren Shuttle-Busse von Amman, andernfalls bietet sich ein Taxi an. In Dana, am Wadi Mujib und in Feynan sind Fahrer oder Mietwagen die Regel; öffentliche Verbindungen sind selten.
Wer die Königsstraße ohne Auto bereisen möchte, plant mit Fahrer oder in Etappen. Eine Beschreibung der Route finden Sie auf der Seite zur Königsstraße. Für Tagesausflüge ab Amman nach Jerash und Ajloun sind Taxis oder Busse üblich.
Wie viel Gepäck ist praktisch?
Je kleiner das Gepäck, desto leichter der Wechsel zwischen den Verkehrsmitteln. Busse haben einen Gepäckraum, Minibusse oft nur wenig Platz. In Taxis passt ein normaler Koffer in den Kofferraum, bei mehreren Personen wird es eng. Wer mit Rucksack reist, ist flexibler. Lassen Sie Wertsachen nicht im Kofferraum und behalten Sie Reisepass, Geld und Handy am Körper.
Wenn Sie mit großen Koffern unterwegs sind, buchen Sie lieber einen Transfer oder Privatfahrer, besonders auf der Route von Amman nach Petra und Wadi Rum. Viele Hotels in Wadi Musa und Aqaba bewahren Gepäck auf, falls Sie etwas im Voraus loswerden wollen.
Welche Tipps helfen bei der Planung ohne Auto?
Planen Sie die Strecken im Voraus, buchen Sie Transfers für abgelegene Ziele und lassen Sie Puffer für Verspätungen. Fahren Sie nicht nachts auf Landstraßen, wenn es sich vermeiden lässt, weil die Straßen schlecht beleuchtet sind und Tiere sowie Fahrzeuge ohne Licht auftauchen können. Tragen Sie Bargeld in kleinen Scheinen bei sich, weil Fahrer selten wechseln können.
Halten Sie Adresse und Telefonnummer Ihrer Unterkunft auf Arabisch bereit, am besten gespeichert auf dem Handy. Fragen Sie das Hotel, ob es Fahrer empfiehlt. Wenn Sie flexibel bleiben wollen, kombinieren Sie Bus, Taxi und Fahrer. Und bleiben Sie gelassen: Zeitpläne sind in Jordanien Richtwerte.
Sicher unterwegs Das Auswärtige Amt rät (Stand Oktober 2026) dringend ab von Reisen in das syrisch-jordanische Grenzgebiet, den Nordosten und die Grenzregion zum Irak; von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile wird abgeraten. Fahren Sie nachts möglichst nicht über Land und befolgen Sie Anweisungen an Kontrollpunkten. Mehr dazu auf der Seite zur aktuellen Sicherheitslage.
Häufige Fragen zu Bus und Taxi in Jordanien
Gibt es Busse nach Petra?
Ja, der JETT-Fernbus verbindet Amman mit Petra. Die Verbindungen sind begrenzt, häufig fährt nur ein Bus am Tag. Prüfen Sie den Fahrplan vorab.
Gibt es Uber in Jordanien?
In Amman sind Uber und Careem verfügbar. Außerhalb der Hauptstadt ist das Angebot begrenzt; prüfen Sie die Verfügbarkeit in der App.
Soll ich im Taxi auf das Taxameter bestehen?
Ja. Gelbe Taxis in Amman fahren mit Taxameter. Nachts oder bei weißen Taxis vereinbaren Sie den Preis vorab.
Brauche ich in Jordanien einen Mietwagen?
Nein, aber für Orte wie Dana, Wadi Mujib und die Wüstenschlösser ist ein Auto oder Fahrer praktisch. Die Hauptziele erreichen Sie auch mit Bus und Transfer.
Mit etwas Planung kommen Sie auch ohne eigenes Fahrzeug zu den schönsten Orten des Landes. Die Hinweise zur Anreise stehen im Bereich Anreise und Flüge.