Jordanien ist kein Billigreiseland: Eintritte – allen voran Petra – und Wüstencamps sind vergleichsweise teuer, dafür sind Distanzen und Fahrtkosten gering. Der größte Sparhebel ist der Jordan Pass, der Visum und die wichtigsten Eintritte bündelt. Grob sollten Selbstfahrer mit mittlerem Komfort pro Person und Tag mit rund 60 bis 110 Euro (ohne Flug) rechnen.
Was kostet eine Jordanien-Reise wirklich? Dieser Ratgeber schlüsselt die wichtigsten Posten auf – von Eintritten über Unterkünfte bis zu Verpflegung und Transport – und zeigt, wo Sie sinnvoll sparen, ohne das Erlebnis zu schmälern. Alle Angaben sind Richtwerte zur Orientierung; die Preise schwanken je nach Saison und Komfort.
Was sind die größten Kostenpunkte?
- Eintritte: Petra ist mit 50 JOD (Tagesticket) der teuerste Einzelposten. Weitere Eintritte (Jerash 12 JOD, Zitadelle Amman 3 JOD, Wadi Rum 2 JOD) summieren sich – werden aber vom Jordan Pass abgedeckt.
- Visum: 40 JOD bei Ankunft, entfällt beim Jordan Pass ab drei Nächten.
- Wüstencamp im Wadi Rum: ab etwa 50 JOD pro Person mit Halbpension, Bubble-Tents deutlich mehr.
- Unterkunft: Mittelklasse-Doppelzimmer ab rund 40–80 JOD pro Nacht, in Petra/Wadi Rum tendenziell höher.
- Mietwagen: ab etwa 25–40 JOD pro Tag plus Sprit (Benzin ist moderat bepreist).
Wie viel kostet eine Jordanien-Reise pro Tag?
Als grobe Tagesbudgets pro Person (ohne Flug):
| Reisestil | Budget/Tag | Enthält |
|---|---|---|
| Sparsam (Selbstfahrer, einfache Hotels) | ca. 45–60 € | einfache Unterkunft, Streetfood, geteilter Mietwagen |
| Mittel (Selbstfahrer, Mittelklasse) | ca. 70–110 € | 3-Sterne-Hotels, Restaurantessen, Mietwagen, Eintritte |
| Komfort (Gruppen-/Individualreise) | ab ca. 130 € | gute Hotels, Reiseleitung, Transfers, Vollprogramm |
Der Flug ab dem deutschsprachigen Raum kommt separat hinzu. Geführte Gruppenreisen ab Deutschland (8–10 Tage inklusive Flug, Halbpension, Eintritten, Reiseleitung) beginnen im mittleren vierstelligen Bereich pro Person – siehe Rundreisen-Ratgeber.
Wie spare ich in Jordanien?
- Jordan Pass kaufen: spart Visum plus die teuren Eintritte auf einmal – der wichtigste Hebel.
- Mindestens drei Nächte bleiben: nur dann greift der Visum-Erlass des Passes.
- Streetfood statt Restaurant: Falafel, Hummus und Schawarma sind hervorragend und günstig.
- Nebensaison & früh buchen: Unterkünfte in Petra und den Wüstencamps sind in der Hauptsaison (Frühling/Herbst) teurer.
- Mietwagen teilen: zu zweit oder zu viert sinken die Transportkosten pro Kopf deutlich.
Was kostet Essen und Trinken?
Ein Streetfood-Snack (Falafel-Sandwich, Hummus) kostet nur wenige Dinar, ein Restaurantessen mittlerer Klasse etwa 8–15 JOD pro Person. Wasser sollte man abgefüllt kaufen (günstig). Alkohol ist verfügbar, aber vergleichsweise teuer. Insgesamt lässt sich in Jordanien sehr gut und günstig essen, wenn man lokale Küche wählt.
Häufige Fragen zu Kosten & Budget
Ist Jordanien teuer?
Eintritte (vor allem Petra) und Wüstencamps sind hochpreisig, dafür sind Fahrtkosten gering. Mit dem Jordan Pass und lokaler Küche lässt sich das Budget spürbar senken. Selbstfahrer mit mittlerem Komfort rechnen mit rund 70–110 Euro pro Person und Tag ohne Flug.
Lohnt sich der Jordan Pass zum Sparen?
Ja, deutlich. Er erlässt die Visumgebühr und enthält Petra, Jerash, Wadi Rum und über 40 weitere Eintritte. Allein Visum plus Petra-Tagesticket kosten einzeln mehr als der günstigste Jordan Pass.
Welche Währung gilt in Jordanien?
Der Jordanische Dinar (JOD). Kartenzahlung ist in Städten verbreitet; für Trinkgelder, Taxis und die Wüstencamps ist Bargeld sinnvoll. Geldautomaten gibt es in allen größeren Orten.