Reise planen
Home › Gesundheit und Impfungen für Jordanien
Reiseplanung

Gesundheit und Impfungen für Jordanien

Jordanien-Hotels & Reisen finden Angebote zum Bestpreis vergleichen · in Kooperation mit reise.de

Für Jordanien besteht bei der Einreise aus Mitteleuropa keine Impfpflicht. Üblich ist, Standardimpfungen zu prüfen; Hepatitis A, Typhus und Tetanus werden oft diskutiert. Welche Impfungen sinnvoll sind, klären Hausarzt oder Tropenmediziner vier bis sechs Wochen vor der Reise.

Jordanien gilt als gesundheitlich gut bereisbar. Die Gesundheitsrisiken unterscheiden sich kaum von denen anderer Länder im Nahen Osten: Hitze, Sonne, Magen-Darm-Beschwerden und Verkehrsunfälle sind für Reisende häufiger Anlass für Beschwerden als seltene Infektionskrankheiten. Wer sich vorbereitet, reduziert die meisten Risiken deutlich.

Diese Seite gibt einen allgemeinen Überblick. Sie ersetzt keine ärztliche Beratung und enthält keine Heilversprechen oder Behandlungsanweisungen. Impfempfehlungen ändern sich; die Angaben hier beruhen auf allgemein zugänglichen Reisemedizin-Quellen und sind keine individuelle Empfehlung. Besprechen Sie Ihre Situation, Vorerkrankungen und Medikamente mit einer Ärztin oder einem Arzt.

Welche Impfungen werden für Jordanien diskutiert?

Reisemedizinische Stellen nennen für Jordanien in der Regel diese Themen:

  • Standardimpfungen: Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Masern, Mumps, Röteln und je nach Alter weitere Impfungen sollten aktuell sein. Dies gilt unabhängig vom Reiseziel.
  • Hepatitis A: Die Infektion wird über Lebensmittel und Wasser übertragen. Reisemedizinische Stellen empfehlen die Impfung häufig für Reisende.
  • Typhus: Kann über verunreinigte Lebensmittel und Wasser übertragen werden. Impfstoffe gibt es als Spritze und als Schluckimpfung; die Schutzdauer unterscheidet sich.
  • Hepatitis B: Wird bei ungeschütztem Kontakt mit Blut oder Körperflüssigkeiten übertragen und von manchen Stellen für Reisende empfohlen, die engen Kontakt zur Bevölkerung haben oder länger bleiben.
  • Tollwut: In Jordanien kommen tollwütige Tiere vor, darunter Hunde und Fledermäuse. Eine Vorsorgeimpfung wird eher bei Outdoor-Aktivitäten, längeren Aufenthalten oder bei Kindern erwogen. Ob sie für Sie sinnvoll ist, entscheidet ein Arzt.

Gelbfieber ist für Jordanien nach den geprüften Quellen nicht empfohlen. Eine Pflichtimpfung bei Einreise aus Europa besteht nicht; achten Sie aber auf die Regeln, wenn Sie vorher durch ein Gelbfieberland gereist sind. Prüfen Sie aktuelle Informationen bei den Gesundheitsbehörden Ihres Landes oder bei einem Reisemedizin-Zentrum.

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Idealerweise vier bis sechs Wochen vor der Abreise. Manche Impfungen brauchen mehrere Dosen oder einige Zeit, bis sie wirken. Wer kurzfristig reist, kann sich dennoch beraten lassen; manche Impfungen schützen auch noch kurz vor der Abreise.

Bringen Sie Ihren Impfpass, eine Liste Ihrer Medikamente und Informationen zu Ihrer Reise mit: Reisezeit, Dauer, Aktivitäten, Unterkünfte, Kontakt mit Tieren. Mit diesen Angaben kann der Arzt eine individuelle Empfehlung geben. Planen Sie außerdem Zeit für Fragen zu Vorerkrankungen, Schwangerschaft oder Kindern ein.

Wie schütze ich mich vor Hitze und Sonne?

Im Sommer wird es in Jordanien sehr heiß, besonders im Jordantal, am Toten Meer, in Aqaba und im Wadi Rum. Hitzeerschöpfung zeigt sich durch starkes Schwitzen, Schwäche, Übelkeit und Kopfschmerzen. Wird daraus ein Hitzschlag mit Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit, ist das ein medizinischer Notfall.

  • Trinken Sie regelmäßig, auch wenn Sie keinen Durst spüren, und legen Sie Pausen im Schatten ein.
  • Planen Sie anstrengende Besichtigungen früh am Morgen oder am späten Nachmittag, besonders in Petra und auf Wanderungen.
  • Tragen Sie Hut, Sonnenbrille, luftige Kleidung mit langen Ärmeln und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor.
  • Beachten Sie die Sonne am Toten Meer und am Roten Meer: Das Wasser reflektiert die Strahlung.

Die Jahreszeiten im Überblick stehen auf der Seite zur besten Reisezeit. Wer sich ungern in der Hitze bewegt, reist im Frühling oder Herbst.

Was gilt für Wasser und Essen?

Das Leitungswasser ist nach Angaben von Reisemedizin-Seiten für Einheimische aufbereitet, doch die meisten Besucher trinken lieber Wasser aus Flaschen. Greifen Sie zu verschlossenen Flaschen und prüfen Sie das Siegel, denn an Touristenorten wurden Fälle beschrieben, in denen leere Flaschen nachgefüllt und weiterverkauft wurden. Verzichten Sie auf Eiswürfel, wenn Sie unsicher sind, und auf Rohkost aus unklarer Quelle. Bei Zähneputzen ist die Verwendung von Flaschenwasser eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme.

Beim Essen sind frisch zubereitete, heiße Speisen am sichersten. Das Essen in gut besuchten Lokalen hat sich bewährt, weil dort viel Umschlag herrscht. Waschen oder desinfizieren Sie die Hände vor dem Essen. Falls Sie Durchfall bekommen, ist Flüssigkeitsausgleich wichtig; bei Fieber, Blut im Stuhl oder anhaltenden Beschwerden suchen Sie ärztliche Hilfe auf. Rezepte oder Dosierungen nennen wir hier nicht.

Wie ist die medizinische Versorgung vor Ort?

Die Versorgung konzentriert sich auf Amman. Private Krankenhäuser in der Hauptstadt gelten als gut ausgestattet. Das britische Außenministerium weist darauf hin, dass medizinische Einrichtungen außerhalb von Amman und Aqaba einfach sind und im Notfall die Behandlung in diesen Städten zu suchen ist. Aqaba ist etwa 330 Kilometer von Amman entfernt; wer schwer erkrankt, muss eventuell weit transportiert werden.

Private Kliniken verlangen häufig vorab eine Zahlung. Deshalb sollten Sie eine Reisekrankenversicherung mit Rücktransport abschließen und die Bedingungen prüfen: Was wird bei Vorerkrankungen übernommen, ist der Transport in eine Privatklinik in Amman abgedeckt? Bewahren Sie Belege auf. Ausführliche Hinweise zu Stadt und Umgebung finden Sie auf den Seiten zu Amman und Aqaba.

Was gilt für Kinder, Schwangere und chronisch Kranke?

Für diese Gruppen lohnt sich die ärztliche Beratung besonders. Bei Kindern hängt vieles vom Alter ab: Manche Impfungen sind erst ab einem bestimmten Lebensalter zugelassen, und die Hitze belastet kleine Körper stärker. Weitere Hinweise zur Reise mit Familie stehen auf der Seite Jordanien mit Kindern. Schwangere sollten mit der Frauenärztin klären, ob die Reise, die Hitze und die entfernte Versorgung zu ihrer Situation passen.

Wer chronisch krank ist, etwa bei Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen, nimmt Medikamente für die gesamte Reise plus Reserve mit und bewahrt sie getrennt auf, falls Gepäck verloren geht. Klären Sie, wie Sie Insulin oder andere kühlpflichtige Mittel transportieren. Informieren Sie Reisebegleiter über Ihre Erkrankung und den Notfallplan.

Welche Risiken gibt es durch Tiere und Insekten?

Streunende Hunde und andere Säugetiere sollten Sie nicht anfassen oder füttern, da Tollwut vorkommt. Wird jemand gebissen oder gekratzt, gilt: Wunde gründlich mit Wasser und Seife spülen und umgehend ärztlichen Rat einholen. In der Wüste können Skorpione und Schlangen vorkommen; Schuhe vor dem Anziehen auszuschütteln und nicht barfuß durch Gelände zu gehen, ist einfache Vorsicht. Bei Aufenthalten im Freien helfen Insektenschutz und lange Kleidung am Abend.

Wie gefährlich ist der Straßenverkehr?

Verkehrsunfälle gehören weltweit zu den häufigsten Gefahren für Reisende. In Jordanien kommen dichter Verkehr in den Städten, Geschwindigkeitsschwellen, Tiere auf der Fahrbahn und wechselnde Straßenqualität hinzu. Fahren Sie nicht bei Dunkelheit über Land, schnallen Sie sich an und planen Sie großzügige Fahrzeiten. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, kann sich auf der Seite zum Mietwagen über Regeln informieren. Bei einem Unfall rufen Sie den Notruf, sichern die Stelle und informieren Ihre Versicherung.

Was tue ich im Notfall?

Klären Sie schon vor der Reise, wie Sie im Notfall vorgehen. Notieren Sie die Rufnummer Ihrer Versicherung für den Notfall-Service, die Adresse Ihrer Botschaft und die Kontaktdaten Ihrer Unterkunft. Die Notrufnummern vor Ort erfragen Sie am besten an der Hotelrezeption, wir nennen sie hier nicht, weil sich Nummern und Zuständigkeiten ändern können. Wenn möglich, lassen Sie sich von der Unterkunft oder dem Fahrer zu einem geeigneten Krankenhaus bringen.

Bewahren Sie Pass, Impfpass, Versicherungskarte und eine Liste Ihrer Medikamente griffbereit auf. Fotografieren Sie die Dokumente und speichern Sie die Bilder auf dem Telefon. Bei schweren Erkrankungen oder Unfällen kontaktiert die Notrufzentrale der Versicherung die Klinik und organisiert gegebenenfalls einen Transport. Heben Sie alle Rechnungen und Berichte für die spätere Erstattung auf.

Was gehört in die Reiseapotheke?

Eine kleine Reiseapotheke genügt. Sinnvoll sind Ihre persönlichen Medikamente in ausreichender Menge, im Handgepäck und in der Originalverpackung, dazu ein Schmerz- und Fiebermittel, Mittel bei Magen-Darm-Beschwerden nach ärztlicher Rücksprache, Pflaster, Desinfektionsmittel, Sonnenschutz, Insektenschutz und Mittel gegen Blasen. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte eine Bescheinigung des Arztes mitnehmen. Beachten Sie, dass manche Wirkstoffe, die bei uns rezeptfrei oder legal sind, in anderen Ländern Beschränkungen unterliegen. Fragen Sie vor Reiseantritt bei der Botschaft oder einer Apotheke nach.

Eine Checkliste für das Gepäck bietet die Packliste, die Sie unten verlinkt finden.

Worauf ist am Toten Meer und beim Tauchen zu achten?

Das Tote Meer hat einen sehr hohen Salzgehalt. Gehen Sie langsam ins Wasser, bleiben Sie nicht zu lange darin und bringen Sie keine Spritzer in die Augen; spülen Sie diese sofort mit Süßwasser. Rasieren Sie sich nicht kurz vor dem Bad, und verzichten Sie bei kleinen Wunden auf das Baden. Duschen Sie danach. Mehr zum Ort finden Sie auf der Seite zum Toten Meer.

Wer taucht, sollte vorab seine Tauchtauglichkeit ärztlich prüfen lassen, insbesondere bei Vorerkrankungen. Hinweise zu Fragebogen und Fliegen nach dem Tauchen stehen auf der Seite zum Tauchkurs. Schwangere, Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kinder sollten vorab mit dem Arzt klären, welche Aktivitäten geeignet sind.

Sicher unterwegs Gesundheit und Sicherheit gehören zusammen: Das Auswärtige Amt rät (Stand Oktober 2026) dringend ab von Reisen in das syrisch-jordanische Grenzgebiet, den Nordosten und die Grenzregion zum Irak; von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile wird abgeraten. Außerhalb der Städte ist die medizinische Versorgung einfach, weshalb Sie Reisen dorthin sorgfältig planen sollten. Prüfen Sie vor der Reise die aktuelle Sicherheitslage, notieren Sie die Notrufnummern Ihrer Botschaft und Versicherung und führen Sie Ihre Versicherungsunterlagen mit.

Häufige Fragen zu Gesundheit und Impfungen in Jordanien

Gibt es Pflichtimpfungen für Jordanien?

Bei der Einreise aus Mitteleuropa nein. Empfohlen werden Standardimpfungen und je nach Reise weitere, etwa Hepatitis A. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt individuell beraten.

Kann ich das Leitungswasser trinken?

Die meisten Besucher bevorzugen Wasser aus verschlossenen Flaschen. Prüfen Sie das Siegel, und seien Sie bei Eiswürfeln und Salaten zurückhaltend, wenn Sie unsicher sind.

Brauche ich eine Auslandskrankenversicherung?

Ja, dringend. Private Kliniken verlangen oft Vorauszahlung, und Transporte nach Amman oder in die Heimat sind teuer. Prüfen Sie, ob Rücktransport und Vorerkrankungen abgedeckt sind.

Wie gehe ich mit der Hitze um?

Viel trinken, Schatten suchen, Hut und Sonnenschutz tragen und anstrengende Aktivitäten auf Morgen oder Spätnachmittag legen. Bei Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit sofort Notruf wählen.

Mit guter Vorbereitung bleibt die Reise unbeschwert. Weitere Planungshilfen bietet der Bereich Reiseplanung.