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Tauchplätze in Aqaba: Wracks, Riffe und Schnorchelziele

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Vor Aqaba liegen die Tauchplätze entlang weniger Kilometer Küste dicht beieinander: Wracks wie die Cedar Pride, das versenkte Transportflugzeug C-130 Hercules, Korallenpinnacles wie die Seven Sisters und Riffwände mit Gorgonien. Viele Plätze erreichen Sie vom Ufer aus, die Tiefenangaben schwanken je nach Quelle und sollten vor Ort bestätigt werden.

Der Golf von Aqaba ist nur wenige Kilometer breit und fällt schnell auf große Tiefen ab. Wer vom Strand ins Wasser steigt, findet oft schon nach wenigen Flossenschlägen Korallengärten, Sandflächen mit Röhrenaalen und künstliche Riffe. Die Küstenlinie im Süden von Aqaba steht zu großen Teilen unter Schutz und wird heute als Meeresreservat geführt.

Diese Seite ist ein Führer durch die einzelnen Plätze. Allgemeine Informationen zu Aqaba als Reiseziel und zum Roten Meer finden Sie auf den Übersichtsseiten; hier geht es um das, was unter Wasser passiert. Alle Tiefen- und Strömungsangaben stammen aus Beschreibungen von Tauchbasen und Tauchführern und weichen teils voneinander ab. Betrachten Sie sie als Orientierung, nicht als Tauchplan.

Wie sind die Tauchplätze vor Aqaba organisiert?

Die meisten bekannten Plätze liegen südlich des Hafens an der Küstenstraße in Richtung saudische Grenze. Die Region ist in Buchten und Abschnitte gegliedert, die Tauchführer mit eigenen Namen versehen haben. Ein Teil wird vom Ufer erreicht, ein anderer Teil vom Boot, das von den Basen oder von der Tala Bay aus startet.

  • Landeinstieg: Sie gehen mit der Ausrüstung über Sand oder Geröll ins Wasser. Das spart Bootskosten, erfordert aber trittsichere Schritte und Rücksicht auf Korallen am Einstieg.
  • Bootstauchgänge: Sie erreichen weiter entfernte Pinnacles und können Strömung nutzen. Üblich sind kurze Fahrten von wenigen Minuten.
  • Zwei Tauchgänge pro Ausfahrt: Viele Basen bündeln einen Tag aus zwei Tauchgängen, oft mit Mittagspause am Strand.

Die Sichtweiten sind in der Regel gut; Basen nennen häufig mehr als 20 Meter, an manchen Plätzen deutlich mehr. Die Strömungen gelten insgesamt als mild, an einzelnen Kanten kann es dennoch zu Abwärtsströmung kommen.

Was macht die Cedar Pride zum bekanntesten Wrack?

Die Cedar Pride ist ein libanesischer Frachter, der am 16. November 1985 als künstliches Riff versenkt wurde. Sie liegt auf der Backbordseite, der Bug zeigt nach Norden. Die obere Seite des Schiffs liegt nach mehreren Beschreibungen bei etwa zehn Metern, die tiefsten Bereiche werden je nach Quelle mit rund 25 bis 28 Metern angegeben. PADI nennt in seiner Standortbeschreibung 26 Meter.

Das Wrack ist vom Ufer aus erreichbar. Eine Beschreibung nennt rund 50 Meter bis zum Wasser, andere Anbieter bevorzugen das Boot. Der Einstieg erfordert Vorsicht, damit weder Taucher noch Korallen Schaden nehmen. Für Einsteiger eignen sich die oberen Bereiche, für tiefere Penetrationen und den Maschinenraum braucht es Erfahrung und Führung.

Bewuchs und Fischleben sind inzwischen beachtlich: Weich- und Hartkorallen haben die Aufbauten überzogen, Schwärme kleiner Fische ziehen durch das Deck. Wegen der Nähe zum Japanese Garden werden beide Plätze oft kombiniert.

Warum gilt der Japanese Garden als Einsteigerplatz?

Der Japanese Garden liegt unmittelbar südlich der Cedar Pride und nördlich der South Beach, in der Nähe des Besucherzentrums des Meeresschutzgebiets. Das Riff beginnt flach und fällt langsam ab. Die Angaben zur Tiefe reichen von etwa 10 bis 12 Metern für typische Tauchprofile bis zu 20 Metern in der PADI-Beschreibung; andere Quellen nennen tiefere Bereiche bis 30 Meter und mehr.

Beschrieben werden große Korallenstöcke, darunter Schwarze Korallen, dazu Feuerfische, Kaiserfische, Falterfische und Schwärme von Schnappern. Wegen der überschaubaren Tiefe und des Landeinstiegs ist der Platz bei Kursen und bei Schnorchlern beliebt. Wer ihn zum ersten Mal betaucht, sollte Auftrieb und Abstand zu den Korallen kontrollieren, weil die Stöcke dicht beieinander stehen.

Was ist am Tank, den Seven Sisters und dem Hercules-Wrack zu sehen?

Südlich der Cedar Pride liegt eine kleine Gruppe von Attraktionen nahe beieinander:

  • Tank: Ein Flugabwehrpanzer vom Typ M42 Duster, der Quellen zufolge 1999 als Riff versenkt wurde. Er liegt flach, je nach Beschreibung bei fünf bis sechs Metern, und ist damit für Einsteiger gut erreichbar.
  • Seven Sisters: Sieben Korallenpinnacles neben dem Panzer, die bei etwa fünf Metern beginnen und bis rund 16 bis 20 Meter abfallen. Wegen der Korallenvielfalt in geringer Tiefe gilt der Platz als dankbar für Fotografen.
  • C-130 Hercules: Ein ausgemustertes Transportflugzeug, das am 16. November 2017 vor der Küste versenkt wurde, rund 300 Meter vom Ufer entfernt. Es liegt nach den meisten Angaben in 15 bis 20 Metern Tiefe auf Sandgrund.

Beim Hercules ist Vorsicht bei älteren Beschreibungen geboten. Berichte sprechen von Sturmschäden: Der Rumpf wurde stark beschädigt und die Tragflächen sanken auf den Grund. Das Datum nennen die Quellen unterschiedlich. Der Platz bleibt als Riff sehenswert, das Bild des intakten Flugzeugs gilt aber nicht mehr uneingeschränkt. Fragen Sie Ihre Basis nach dem aktuellen Zustand.

Welche Riffe lohnen sich: Gorgonian, Black Rock, Rainbow Reef und Eel Garden?

Neben den Wracks sind es die Riffe, die Tauchern lange in Erinnerung bleiben.

Gorgonian I und II tragen ihren Namen nach den Gorgonien, den Fächerkorallen. Gorgonian I wird teils als Pinnacle-Platz mit drei Hauptblöcken beschrieben, teils als Wand. Für Gorgonian II nennt eine Quelle eine maximale Tiefe von 21 Metern. Eine historische Anmerkung besagt, dass die namengebende Fächerkoralle in 22 Metern Tiefe nicht mehr zu sehen ist. Die Platzbeschreibungen sind hier dünn, daher gilt: Briefing der Basis abwarten.

Black Rock liegt im Bereich der Wreck Bay. Beschrieben werden große Korallenhänge mit Schwarzen Korallen und Echten Karettschildkröten. Die Tiefenangaben reichen von rund zehn bis 25 Metern bis über 40 Meter. Eine Basis empfiehlt, im Süden zu beginnen und gegen die Strömung nach Norden zu tauchen; diese kann bis zu etwa einem Knoten erreichen. Eingestiegen wird vom Ufer.

Rainbow Reef wird als Riff mit Wand und Rinne beschrieben, am häufigsten mit Tiefen von etwa 6 bis 18 Metern. Es gilt als gut für Nachttauchgänge, bei denen Spanische Tänzerinnen, Langusten, Muränen und Feuerfische auftauchen können. Ein Telekommunikationskabel zwischen Ägypten und Jordanien verläuft über das Riff.

Eel Garden hat seinen Namen von den Röhrenaalen, die in Sand und Seegras stecken. Beschrieben wird ein sandiger Hang bis etwa 20 Meter, andere Quellen nennen größere Tiefen. Wer sich ruhig nähert und Abstand hält, kann die Tiere länger beobachten. Zu schnelle Bewegungen lassen sie in den Boden zurückweichen.

Wie tief und wie schwierig sind die Plätze im Vergleich?

Die Tiefen unterscheiden sich je nach Quelle erheblich, deshalb hier nur eine grobe Einordnung ohne Gewähr:

  • Für Einsteiger geeignet: Tank, Seven Sisters, obere Bereiche der Cedar Pride, Japanese Garden bei flachem Profil.
  • Mittlere Erfahrung: Hercules (bei Strömung und Sicht), Eel Garden, Rainbow Reef, Black Rock bei flachem Profil.
  • Erfahren oder technisch: tiefere Bereiche der Cedar Pride, tiefe Wracks wie Al Shorouk und Taiyong im Bereich von etwa 30 bis 60 Metern sowie Plätze mit Abwärtsströmung wie Power Station, die nur mit passender Ausbildung angetaucht werden sollten.

Tauchen Sie nie über Ihre Ausbildungsgrenze hinaus. Der Open-Water-Schein gilt bis 18 Meter, der Advanced bis 30 Meter. Mehr dazu und zur Ausbildung vor Ort lesen Sie auf der Seite zum Tauchkurs in Aqaba.

Welche Tiere kann ich erwarten?

Das Rote Meer vor Aqaba bietet die typische Fauna des nördlichen Roten Meeres. Häufig genannt werden Fahnenbarsche, Feuerfische, Kaiserfische, Falterfische, Schnapperschwärme, Muränen, Röhrenaale, Langusten und Schildkröten. Auf Sandflächen und an Wracks lohnt sich der Blick auf Tarnkünstler wie Skorpionsfische. Nachts kommen Seesterne, Krebse und Nacktschnecken hinzu.

Wer Großfische erwartet, sollte die Erwartung dämpfen: Spektakuläre Begegnungen sind nicht garantiert. Die Stärke von Aqaba liegt in der Dichte an Plätzen auf kleinem Raum, in guter Sicht und in der Kombination aus Wrack und Riff.

Wie schütze ich Riff und Meeresschutzgebiet?

Das Riff vor Aqaba ist empfindlich und gehört zu den nördlichsten Korallenriffen der Welt. Die Regeln sind einfach: nichts berühren, nichts mitnehmen, Abstand zu Korallen halten, den Auftrieb sauber kontrollieren und beim Einstieg am Ufer nur auf Sand oder dafür vorgesehenen Wegen gehen. Verzichten Sie auf Sonnencreme mit schädlichen Inhaltsstoffen und füttern Sie keine Fische. Mehr zum Riffschutz und zum Schnorcheln finden Sie auf der Seite zum Roten Meer; die Stadt selbst beschreibt eine eigene Seite zu Aqaba.

Wann ist die beste Zeit, und was packe ich ein?

Getaucht wird ganzjährig. Die Wassertemperatur liegt im Winter nach Angaben von PADI bei etwa 20 bis 22 Grad, im Sommer bei bis zu 27 Grad. Im Winter sind ein dickerer Anzug und Kopfhaube sinnvoll, im Sommer reicht ein dünner Anzug. Die Luft ist im Hochsommer sehr heiß. Planen Sie Tauchgänge am Morgen und trinken Sie ausreichend.

Zur Ausrüstung: Maske, Flossen und Anzug lassen sich meist leihen; Tauchcomputer, persönliche Maske und das Brevet bringen die meisten Taucher selbst mit. Hilfreich sind Neoprenschuhe für die Einstiege über Geröll. Die allgemeine Reisezeit für Jordanien hilft bei der Planung des Gesamtaufenthalts.

Sicher unterwegs Aqaba liegt im äußersten Süden und damit weit entfernt von den kritischen Grenzabschnitten im Norden und Osten. Dennoch gelten die allgemeinen Hinweise. Das Auswärtige Amt rät (Stand Oktober 2026) dringend ab von Reisen in das syrisch-jordanische Grenzgebiet, den Nordosten und die Grenzregion zum Irak; von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile wird abgeraten. Prüfen Sie vor der Buchung die aktuelle Sicherheitslage, schließen Sie eine Reiseversicherung mit Tauchschutz ab und tauchen Sie nur mit lizenzierten Basen.

Häufige Fragen zu den Tauchplätzen vor Aqaba

Welcher Tauchplatz ist für Einsteiger am besten geeignet?

Der Tank und die Seven Sisters liegen flach und sind vom Ufer erreichbar. Auch die oberen Bereiche der Cedar Pride und der Japanese Garden werden häufig für Einsteiger empfohlen. Lassen Sie sich von der Basis ein Profil vorschlagen, das zu Ihrer Ausbildung passt.

Wie tief liegt die Cedar Pride?

Die Angaben schwanken. Das Oberdeck liegt etwa bei zehn Metern, die tiefsten Bereiche werden je nach Quelle mit rund 25 bis 28 Metern angegeben. Fragen Sie vor dem Tauchgang nach dem aktuellen Briefing.

Ist das Hercules-Wrack noch intakt?

Berichten zufolge hat ein Sturm das Flugzeug stark beschädigt, die Tragflächen sanken auf den Grund. Das Wrack bleibt als bewachsenes Riff sehenswert, sollte aber nicht mehr als vollständig erhaltene Maschine erwartet werden. Die Basis kennt den aktuellen Stand.

Brauche ich ein Boot, oder kann ich vom Ufer tauchen?

Viele Plätze wie Cedar Pride, Japanese Garden, Seven Sisters oder Black Rock sind vom Ufer erreichbar. Für weiter entfernte Pinnacles und manche Riffe wird das Boot genutzt. Beides lässt sich bei den Basen vor Ort buchen.

Wer die Plätze kennenlernen will, beginnt am besten mit einem Kurs oder einem Einführungstauchgang. Wie das in Aqaba abläuft, lesen Sie auf der Seite zum Tauchkurs.