In Aqaba können Sie vom Schnuppertauchen bis zum Advanced-Kurs alles lernen. Der Open-Water-Kurs dauert je nach Basis etwa zwei bis drei Tage und berechtigt zu Tauchgängen bis 18 Meter. Mindestalter ist in der Regel zehn Jahre. Voraussetzung sind Schwimmfähigkeit und ein unauffälliger Gesundheitsfragebogen.
Aqaba ist für Tauchanfänger aus mehreren Gründen interessant: Das Wasser ist ruhig, die Sicht gut, viele Übungsplätze liegen direkt am Ufer, und Wracks wie der Panzer oder die Cedar Pride erlauben schon früh spannende Tauchgänge. Die Reise lässt sich gut mit einem Besuch von Petra und Wadi Rum verbinden.
Diese Seite erklärt, welche Kursarten es gibt, wie Sie den Ablauf planen, worauf Sie bei Gesundheit und Wassertemperatur achten sollten und wie Sie eine seriöse Tauchbasis erkennen. Konkrete Preise und Kursdaten ändern sich und sind bei den Anbietern zu erfragen; Namen nennen wir bewusst nicht.
Welche Kursarten gibt es in Aqaba?
Die Basen arbeiten überwiegend mit internationalen Verbänden, zum Beispiel PADI. Die gängigen Stufen:
- Schnuppertauchen (Discover Scuba Diving): Eine kurze Einführung mit Theorie, Übungen im flachen Wasser und einem begleiteten Tauchgang. Sie benötigen kein Brevet, füllen aber einen Gesundheitsfragebogen aus.
- Open Water Diver: Der Einstiegsschein. Er umfasst Theorie, Übungen im flachen Wasser und mehrere Freiwassertauchgänge. Anschließend dürfen Sie mit Partner bis 18 Meter tauchen.
- Advanced Open Water: Die Weiterbildung mit mehreren Erlebnistauchgängen, etwa Tief-, Navigations- oder Nachttauchgang. Ein Anbieter in Aqaba führt den Kurs in zwei Tagen durch; es gibt keine Abschlussprüfung.
- Weitere Spezialkurse: Wracktauchen, Tauchen mit Nitrox, Fotografie oder Rescue lassen sich je nach Basis anschließen.
Auf die tiefen Wracks und technischen Tauchgänge sollten Sie erst nach entsprechender Ausbildung gehen. Welche Plätze für welches Niveau geeignet sind, steht in unserem Tauchplatz-Führer für Aqaba.
Wie lange dauert der Tauchschein?
Der Open-Water-Kurs ist ein Paket aus Theorie, Pool- oder Flachwasserübungen und vier Freiwassertauchgängen. Die Basen in Aqaba nennen meist drei Tage, eine Buchungsplattform führt auch eine Zwei-Tages-Variante auf. Planen Sie außerdem Zeit für das E-Learning ein, falls Sie die Theorie schon zu Hause absolvieren möchten. Das entzerrt den Urlaub spürbar und lässt am Ende mehr Tage fürs Tauchen.
Rechnen Sie nicht mit einem Kurs, der vor dem Rückflug in einem halben Tag erledigt ist. Wegen der Flugregeln (siehe unten) sollten Sie außerdem einen tauchfreien Puffer vor dem Heimflug einplanen. Wer nur einen Tag hat, ist mit dem Schnuppertauchen besser bedient.
Welche Voraussetzungen gelten für Alter, Schwimmen und Gesundheit?
Für den Open-Water-Kurs liegt das Mindestalter nach den üblichen Regeln bei zehn Jahren. Kinder unter 15 Jahren erhalten das Junior-Brevet; zehn- und elfjährige Taucher müssen mit einem Profi oder einem zertifizierten Elternteil tauchen und dürfen nur bis etwa zwölf Meter. Ab 15 wird das Brevet in die reguläre Stufe umgewandelt. Für den Advanced-Kurs nennt ein Anbieter in Aqaba ein Mindestalter von 15 Jahren. Einzelne Basen haben eigene Grenzen, fragen Sie vorab.
Schwimmen müssen Sie ohne Hilfe können. Ein Anbieter in Aqaba nennt 200 Meter ohne Unterstützung und zehn Minuten Treiben oder Wassertreten; andere Basen setzen ähnliche Maßstäbe an. Hinzu kommt eine allgemeine Grundfitness.
Zur Gesundheit gehört ein Fragebogen. Beantworten Sie eine der Fragen mit Ja, brauchen Sie in der Regel das Einverständnis eines Arztes, bevor Sie ins Wasser dürfen. Typische Themen sind Asthma, Herzprobleme, Epilepsie, Ohr- und Nasennebenhöhlenerkrankungen oder bestimmte Medikamente. Besprechen Sie das möglichst schon zu Hause mit einem Arzt, der Tauchmedizin kennt. Minderjährige brauchen die Unterschrift der Eltern.
Wie warm ist das Wasser, und welchen Anzug brauche ich?
PADI nennt für Aqaba im Winter von Dezember bis Februar etwa 20 bis 22 Grad, im Sommer bis rund 27 Grad. Andere Quellen sprechen von Winterwerten, die nicht unter 18 Grad fallen, oder von rund 22 Grad. Die Temperaturen unterscheiden sich außerdem je nach Tiefe.
Praktisch heißt das:
- Frühling und Herbst: Ein Anzug mit drei Millimetern reicht für die meisten.
- Winter: Ein dickerer Anzug, Haube und gegebenenfalls Handschuhe sind angenehmer, vor allem bei mehreren Tauchgängen am Tag.
- Sommer: Ein dünner Anzug oder Shorty genügt; wichtig ist Sonnenschutz zwischen den Tauchgängen.
Kursangebote nennen häufig Leihanzüge in verschiedenen Stärken. Fragen Sie nach, welche Dicke im Paket enthalten ist.
Wie läuft ein Kurstag ab?
Der Tag beginnt meist am Vormittag mit einem Briefing. Danach wird die Ausrüstung angepasst, und es folgen Übungen im flachen Wasser: Maske ausblasen, Atemregler wiederfinden, Tarieren, Notaufstieg und Kommunikation mit Handzeichen. Ein Tauchgang im offenen Wasser schließt sich an, bei dem Sie die Übungen unter realen Bedingungen wiederholen. Am Nachmittag gibt es einen zweiten Tauchgang und eine Pause.
In Aqaba findet ein Teil der Ausbildung an Uferplätzen statt, darunter flache Einstiege in der Nähe des Meeresschutzgebiets. Die Instruktoren achten auf Korallen und Wellen und verlegen die Übungen bei Bedarf. Rechnen Sie mit Wartezeiten, denn Gruppen sind selten groß und werden einzeln betreut. Wenn Ihnen etwas unklar ist, sagen Sie es sofort: Die Übungen sind dazu da, dass Sie sie sicher beherrschen.
Wann darf ich nach dem Tauchen fliegen?
Nach dem Tauchen ist Stickstoff im Körper gelöst, der erst über Stunden abgebaut wird. Fliegen Sie zu früh, steigt das Risiko einer Dekompressionskrankheit. Welche Zeiten die Basen nennen, ist unterschiedlich: In den Quellen finden sich 12 Stunden, 24 Stunden und für Kurse teils noch längere Pausen. Gängige Empfehlungen von Tauchmedizinern liegen bei mindestens etwa 12 Stunden nach einem einzelnen Tauchgang und etwa 18 Stunden nach mehreren Tauchgängen oder mehreren Tagen. Diese Zahlen sind nicht aus den hier verwendeten Quellen belegt; klären Sie die Regel mit Ihrer Basis.
Auch die Flughöhe spielt eine Rolle: Flugzeugkabinen sind druckreguliert, der Druck entspricht aber einer Höhe von mehreren Tausend Fuß. Deshalb gilt die Wartezeit auch für kurze Inlandsflüge und für Autofahrten über hohe Pässe. Die Straße von Aqaba nach Norden steigt auf die Hochfläche an; fragen Sie deshalb auch bei einer Überlandfahrt nach den Empfehlungen Ihrer Basis, statt sich auf Faustregeln zu verlassen. Planen Sie den letzten Tauchgang so, dass zwischen Tauchgang und Abflug ein voller Tag liegt, und nehmen Sie diesen lieber als Ruhetag.
Wer Medikamente einnimmt, Beschwerden mit Ohren oder Nebenhöhlen hat oder sich nach einer Erkältung nicht fit fühlt, sollte den Tauchtag lieber verschieben. Druckausgleich gelingt nur mit freien Atemwegen, und eine Basis, die Sie in solchen Fällen nicht zum Tauchen drängt, verdient Vertrauen.
Woran erkenne ich eine gute Tauchbasis?
Ohne Namen zu nennen, gibt es Merkmale, die für Qualität sprechen:
- Die Basis ist einem anerkannten Verband angeschlossen und zeigt die Lizenz ihrer Instruktoren.
- Gruppen bleiben klein, im Idealfall wenige Schüler je Instruktor.
- Das Gerät ist gewartet, Atemregler und Jackets sind sauber und werden vor jedem Tauchgang geprüft.
- Der Ablauf wird vorab erklärt: Dauer, Plätze, Kosten, Ausrüstung, Versicherung.
- Bei Wind, Strömung oder schlechtem Befinden wird die Tauchgangsplanung angepasst, statt Ihren Wunsch zu erfüllen.
Fragen Sie nach, ob Leihausrüstung im Preis enthalten ist, ob Eintritt in das Meeresschutzgebiet extra berechnet wird und wie Unterkunft und Transfer geregelt sind. Die Preise für den Open-Water-Kurs unterscheiden sich je nach Basis, Saison und Leistungsumfang deutlich; vergleichen Sie Angebote und fragen Sie, ob Ausrüstung, Lehrmaterial und Zertifizierungsgebühr enthalten sind. Vergleichen Sie Angebote nicht nur nach dem Preis.
Wie kombiniere ich den Kurs mit einer Rundreise?
Aqaba liegt am südlichen Ende der klassischen Rundreisen. Sinnvoll ist meist, den Kurs ans Ende zu legen: Zuerst Petra und Wadi Rum, danach mehrere ruhige Tage am Meer. So ist der Körper nach den Wanderungen erholt, und die Flugpause vor dem Heimflug stört das Programm nicht. Wer den Kurs an den Anfang stellt, gewinnt dagegen die Möglichkeit, das Brevet später noch auf weiteren Tauchgängen zu nutzen, muss aber vor dem Wüstenteil auf ausreichend Erholung achten.
Ein Beispiel für eine Aufteilung: drei Tage Kurs, ein Ruhetag am Strand mit Schnorcheln, ein Tag mit zwei Erlebnistauchgängen auf Plätzen wie dem Panzer oder den Seven Sisters und ein weiterer Puffertag vor der Abreise. Bei kürzeren Aufenthalten ist ein Schnuppertauchgang mit anschließendem Schnorcheltag die entspanntere Wahl.
Zwischen den Tauchgängen bleibt Zeit für den Strand, für Hafen und Basar von Aqaba oder für einen Tagesausflug nach Wadi Rum. Wer Kinder dabei hat, findet Hinweise auf der Seite zu Jordanien mit Kindern.
Sicher unterwegs Aqaba liegt im äußersten Süden und damit weit entfernt von den kritischen Grenzabschnitten im Norden und Osten. Dennoch gelten die allgemeinen Hinweise. Das Auswärtige Amt rät (Stand Oktober 2026) dringend ab von Reisen in das syrisch-jordanische Grenzgebiet, den Nordosten und die Grenzregion zum Irak; von nicht notwendigen Reisen in die übrigen Landesteile wird abgeraten. Informieren Sie sich vor Buchung über die aktuelle Sicherheitslage, prüfen Sie Ihre Reiseversicherung auf Tauchsport und tauchen Sie nur mit lizenzierten Basen.
Häufige Fragen zum Tauchkurs in Aqaba
Brauche ich Vorkenntnisse für das Schnuppertauchen?
Nein, ein Brevet ist nicht nötig. Sie müssen aber gesund sein, Schwimmen können und einen Fragebogen ausfüllen. Bei Vorerkrankungen kann ein ärztliches Attest verlangt werden.
Wie lange dauert der Open-Water-Kurs?
Die meisten Basen planen etwa zwei bis drei Tage ein. Wer die Theorie vorab per E-Learning erledigt, spart Zeit vor Ort. Genaue Zeiten nennt die Basis.
Ab welchem Alter dürfen Kinder tauchen lernen?
Nach den üblichen Verbandsregeln ab zehn Jahren mit dem Junior-Brevet, mit eingeschränkter Tiefe und Begleitung. Einzelne Basen setzen eigene Altersgrenzen, fragen Sie vor der Buchung nach.
Wann darf ich nach dem Tauchen fliegen?
Die Empfehlungen reichen von etwa zwölf Stunden bis zu 24 Stunden, bei mehreren Tauchtagen eher mehr. Planen Sie sicherheitshalber mindestens einen vollen tauchfreien Tag vor dem Abflug ein und klären Sie die Regel mit Ihrer Basis.
Mit dem Brevet in der Tasche eröffnen sich die Plätze vor Aqaba. Welche sich wofür eignen, steht im Führer zu den Tauchplätzen, den Sie oben verlinkt finden.