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Jordan Pass 2026: Was Individualreisende am Toten Meer jetzt wissen müssen

Jordan Pass 2026: Was Individualreisende am Toten Meer jetzt wissen müssen

Wer 2026 das Tote Meer in Jordanien auf eigene Faust erkunden möchte, steht vor einer zentralen Frage: Jordan Pass kaufen oder lieber Visum on Arrival? Die aktualisierten Konditionen des offiziellen Tourismus-Kombitickets des Jordanischen Tourismusverbands machen die Entscheidung für Individualreisende einfacher – aber nur, wenn man die Details kennt. Dieser Leitfaden fasst alle aktuell gültigen Regelungen zusammen, die seit Frühjahr 2026 maßgeblich sind.

Jordan Pass 2026: Was Individualreisende am Toten Meer jetzt wissen müssen

Jordan Pass 2026: Was hat sich konkret geändert?

Der Jordan Pass ist seit Jahren das bevorzugte Einreisedokument für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – und das aus gutem Grund. Der Pass ist ein offizielles Touristenticket des Jordanischen Tourismusverbands und bündelt zwei zentrale Reiseausgaben in einem: die Einreisevisa-Gebühr (40 JOD, umgerechnet rund 52 Euro) sowie den Eintritt in über 40 Sehenswürdigkeiten – darunter Petra, Wadi Rum, Jerash und Dead-Sea-Resorts am Toten Meer.

Die Konditionen wurden zuletzt im April 2026 auf Basis der offiziellen Quellen des jordanischen Tourismusministeriums (mota.gov.jo) und des Innenministeriums (mfa.gov.jo) verifiziert. Der Pass schließt den Visumsgebühren-Erlass für Aufenthalte von mindestens drei Nächten ein und gilt 12 Monate ab Kaufdatum; nach dem ersten Einsatz an einer Attraktion ist er für 14 Tage aktiv.

Wichtig: Der Jordan Pass ist kein Visum an sich – er erlässt lediglich die Gebühr, die sonst bei der Einreise anfällt. Wer also weniger als drei Nächte bleibt, profitiert nicht vom Gebührenerlass und zahlt beim Abflug rückwirkend 40 JOD.

Drei Nächte – die magische Grenze für Totes-Meer-Urlauber

Für einen klassischen Kurztrip zum Toten Meer ist die Mindestaufenthaltsdauer besonders relevant. Der Visumsgebühren-Erlass greift nur, wenn man mindestens drei Nächte (also vier Tage) in Jordanien bleibt; bei kürzeren Aufenthalten muss man rund 40 JOD beim Verlassen des Landes nachentrichten.

Zahlreiche Touristen buchen ihre Jordanienreise bewusst als Bade-, Erholungs- und Kuraufenthalt in einem Wellness-Hotel am Toten Meer und organisieren von dort aus ihre Ausflüge ins Landesinnere. Genau für diese Reisenden lohnt sich der Jordan Pass besonders: Mit mindestens drei Nächten am Toten Meer ist die Mindeststay-Bedingung mühelos erfüllt, und man sichert sich gleichzeitig freien Eintritt in Dutzende weiterer Attraktionen.

Die Hauptattraktion des Toten Meeres ist das warme, wohltuende, extrem salzhaltige Wasser – etwa zehnmal salziger als Meerwasser und reich an Chloridsalzen von Magnesium, Natrium, Kalium und Brom. Kur- und Wellnessaufenthalte sind also medizinisch durchaus sinnvoll – und dank Jordan Pass auch buchhalterisch attraktiv.

Wer kann den Jordan Pass nutzen – und wer nicht?

Der Jordan Pass steht Reisenden zur Verfügung, die grundsätzlich für ein jordanisches Visum on Arrival qualifiziert sind – also Bürgern der USA, des Vereinigten Königreichs, der EU, Kanadas, Australiens, Japans, Südkoreas und der meisten westlichen Staaten. Reisende aus Indien, Pakistan, den Philippinen und Nigeria sind nicht berechtigt und sollten stattdessen ein Jordan eVisa beantragen.

Deutsche, österreichische und Schweizer Staatsbürger fallen demnach klar in die berechtigte Gruppe. Deutsche Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Jordanien generell ein gültiges Visum; eine visumfreie Einreise ist nicht möglich. Der Jordan Pass ist damit für DACH-Reisende der bequemste und meist günstigste Weg.

Drei Varianten: Wanderer, Explorer oder Expert?

Die drei Varianten des Jordan Pass unterscheiden sich hauptsächlich darin, wie viele Tage man in der berühmten antiken Stadt Petra verbringen kann. Alle drei Varianten beinhalten den Visumsgebühren-Erlass sowie den Zutritt zu über 40 weiteren Sehenswürdigkeiten. Einen Überblick gibt die folgende Liste:

  • Jordan Wanderer: Eintritt in Petra für 1 Tag – ideal für Kurztrips, die Petra als Tagesausflug vorsehen
  • Jordan Explorer: Eintritt in Petra für 2 Tage – die beliebteste Wahl, da Petra mindestens zwei Tage verdient
  • Jordan Expert: Eintritt in Petra für 3 Tage – empfohlen für ausgedehnte Individualreisen und Trekking-Fans

Wenn man die Eintrittspreise der 40 enthaltenen Attraktionen betrachtet, rechnet sich der Jordan Pass schnell – selbst wenn man nur einige wenige Sehenswürdigkeiten besucht. Für Totes-Meer-Urlauber, die zusätzlich etwa Petra oder die heißen Quellen von Ma’In besuchen möchten, ist der Explorer-Pass in aller Regel die beste Wahl.

So kauft man den Jordan Pass richtig – Schritt für Schritt

Der Kauf ist ausschließlich online möglich und muss vor der Einreise abgeschlossen sein. Den Jordan Pass muss man online kaufen, bevor man die Grenze erreicht, um den Gebührenerlass nutzen zu können. Wer erst am Flughafen kauft, hat diesen Vorteil bereits verwirkt.

Die offizielle Bezugsquelle ist das Portal jordanpass.jo des Jordanischen Tourismusverbands – dort entfällt eine Servicegebühr. Drittanbieter erheben teilweise deutlich höhere Aufschläge. Über Drittanbieter wie jordanpass.org kostet der Pass 229 USD für alle drei Pakete; darin enthalten ist die Regierungsgebühr von rund 70–80 JOD je nach Paket sowie eine Servicegebühr für Bearbeitung und Support.

Folgende Unterlagen sind beim Kauf und bei der Einreise erforderlich:

  • Gültiger Reisepass (mindestens 6 Monate Restgültigkeit), aktive E-Mail-Adresse und Online-Zahlungsmittel
  • Nachweis des gebuchten Rückflugs oder der Weiterreise
  • Bestätigung des Aufenthalts (Hotel-Buchungsbeleg)
  • Den Jordan Pass (QR-Code auf dem Smartphone oder ausgedruckt) für die Passkontrolle

Die digitale QR-Code-Version auf dem Smartphone genügt, ein ausgedrucktes Backup wird jedoch dringend empfohlen.

Einreise über die Allenby-Brücke: Besondere Regeln beachten

Wer das Tote Meer von der israelischen Seite aus kombinieren möchte und über die King-Hussein-Brücke (Allenby-Brücke) nach Jordanien einreist, muss besonders aufpassen. An der Allenby-Brücke sind keine Visa on Arrival erhältlich – und damit greift dort auch der Jordan Pass für den Visumsgebühren-Erlass nicht automatisch. In diesem Fall ist ein vorab beantragtes eVisa oder ein Pass-Einreisestempel über einen anderen Grenzübergang notwendig. Alle anderen Einreisepunkte – allen voran Queen Alia International Airport in Amman und der Flughafen Aqaba – funktionieren mit dem Jordan Pass reibungslos.

Jordan Pass vs. eVisa vs. Visa on Arrival: Der Vergleich für Totes-Meer-Reisende

Für eine Individualreise ans Tote Meer mit mindestens drei Übernachtungen empfiehlt sich der Vergleich der drei Einreisewege:

  • Visa on Arrival: Die beliebteste Option für deutsche Reisende – es wird direkt am Flughafen ausgestellt, ohne Voranmeldung, in 15–30 Minuten. Kostet 40 JOD (ca. 52 Euro). Kein Eintritt in Sehenswürdigkeiten inklusive.
  • Jordan eVisa: Kann bequem von zu Hause aus beantragt werden – ebenfalls 40 JOD, jedoch ohne die Attraktion-Eintritte.
  • Jordan Pass: Kombiniert Visumsgebührenerlass (40 JOD) mit freiem Eintritt in 40+ Attraktionen – bei einem Aufenthalt von mindestens drei Nächten spart man gegenüber Einzeltickets in fast allen Fällen Geld.

Wer ausschließlich am Toten Meer entspannen und keine weiteren Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, kann mit dem einfachen Visa on Arrival gut fahren. Wer jedoch auch Petra, Jerash, das Amman-Zitadellen-Museum oder einen Tagesausflug zu den Wüstenschlössern plant – und das tun die meisten Individualreisenden –, ist mit dem Jordan Pass klar im Vorteil. Mehr über das Planungspotenzial Jordaniens bietet unsere Reiseplanung-Seite, und alle Details zum Jordan Pass gibt es direkt unter Visum & Jordan Pass.

Das Tote Meer als idealer Ausgangspunkt für Individualreisen

Rund 50 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Amman liegt das Tote Meer – und damit sehr günstig für Reisende, die von Amman aus starten. Das Tote Meer ist der am tiefsten gelegene See der Erde – rund 430 Meter unter dem Meeresspiegel. Die Region bietet weit mehr als das Schweben im Salzwasser: Tagesausflüge zu den Nabatäer-Ruinen von Petra, zu Mount Nebo oder zu den heißen Quellen von Ma’In lassen sich bequem von den Resorts in Sweimeh aus organisieren.

Erfahrene Jordanien-Reisende empfehlen, das Kerndreieck aus Petra, Wadi Rum und einem Stopp am Roten Meer oder Toten Meer auszuwählen – eine Kombination, die sich mit dem Jordan Pass besonders rechnet, da alle drei Destination-Eintritte abgedeckt sind. Mehr Inspiration für Ihre Route finden Sie unter Rundreisen und in unseren Jordanien-Highlights.

Sicherheitslage 2026: Totes Meer stabil

Jordanien gilt als eines der sichersten Reiseziele im Nahen Osten; das Auswärtige Amt bewertet die Sicherheitslage in den Touristenregionen – Amman, Petra, Wadi Rum und Totes Meer – als stabil. Für Grenzregionen zu Syrien und Irak gelten erhöhte Sicherheitshinweise; die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise sollten stets unter auswaertiges-amt.de überprüft werden. Weitere Informationen zur Sicherheitslage finden Sie auch auf unserer Seite Sicherheit in Jordanien.

Häufige Fragen zum Jordan Pass und Toten Meer 2026

Muss ich den Jordan Pass vor der Abreise kaufen?

Ja, unbedingt. Der Kauf muss online und vor der Einreise erfolgen – am Flughafen oder an der Grenze ist kein nachträglicher Kauf möglich, der den Visumsgebühren-Erlass auslöst. Die offizielle Plattform ist jordanpass.jo des Jordanischen Tourismusverbands.

Ist das Tote Meer im Jordan Pass enthalten?

Ja. Der Jordan Pass schließt den Eintritt in ausgewählte Dead-Sea-Resorts und Attraktionen rund ums Tote Meer ein – zusammen mit über 40 weiteren Sehenswürdigkeiten wie Petra, Wadi Rum und Jerash.

Was passiert, wenn ich nur zwei Nächte am Toten Meer bleibe?

Dann greift der Visumsgebühren-Erlass nicht. Sie müssen beim Verlassen Jordaniens rund 40 JOD (ca. 52 Euro) als Visumgebühr nachzahlen. Der Eintritt in die Sehenswürdigkeiten bleibt jedoch gültig – der Pass lohnt sich dann nur, wenn Sie genug Attraktionen besuchen, um die Differenz auszugleichen.

Kann ich den Jordan Pass an der Allenby-Brücke nutzen?

Nicht für den Visumsgebühren-Erlass. An der King-Hussein-Brücke (Allenby-Brücke) zwischen Israel und Jordanien sind keine Visa on Arrival erhältlich; Sie benötigen dort ein vorab ausgestelltes eVisa oder Botschaftsvisum. Über den Flughafen Amman oder Aqaba funktioniert der Jordan Pass problemlos.

Wie lange ist der Jordan Pass gültig?

Der Pass ist 12 Monate ab Kaufdatum gültig. Sobald Sie ihn an Ihrer ersten Sehenswürdigkeit in Jordanien einscannen, haben Sie 14 Tage Zeit, alle enthaltenen Attraktionen zu besuchen.

Wann ist die beste Reisezeit für das Tote Meer?

Frühling (März–Mai) und Herbst (September–November) gelten als ideal: angenehme Temperaturen um 25–30 Grad, geringeres Besucheraufkommen. Im Sommer können die Temperaturen am Toten Meer auf über 45 Grad steigen, das Wasser bleibt aber angenehm warm. Im Winter ist das Klima mild und für Wellness-Aufenthalte sehr geeignet.